Mittwoch , 19. Februar 2020
Wie Kreuzfahrtcrews zu ihren Schiffen kommen
Bild: © Hapag-Lloyd Cruises

Wie Kreuzfahrtcrews zu ihren Schiffen kommen

Wie Kreuzfahrtcrews zu ihren Schiffen kommen

„Ohne uns wären die Gäste alleine“

Wie Kreuzfahrtcrews zu ihren Schiffen kommen : Ushuaia? Port Moresby? Die allermeisten werden von diesen Orten noch nie gehört haben. Bis vor einiger Zeit kannte sie auch Laura Hartmann nicht, mittlerweile sind sie ihr fast schon vertraut, auch wenn sie noch nie dort gewesen ist. Die argentinische Hafenstadt Ushuaia gilt als die südlichste Stadt der Erde – regelmäßig legen dort Kreuzfahrtschiffe an und ab. Und dabei kommt auch Laura Hartmann ins Spiel. Denn wie bei allen Anlegestellen eines Kreuzfahrtriesen, gehen Mitglieder der Crew von Bord und reisen zurück in ihre Heimatländer, etwa nachdem ihre Verträge ausgelaufen sind. Oft müssen sie dann zum entgegengesetzten Ende der Welt. Aus aller Herren Länder sind zugleich neue Crewmitglieder angereist und nehmen die Funktionen der Abgereisten ein. Mit drei weiteren Kolleginnen im Team „Marine“ des Reisebüros FIRST Business Travel organisiert Hartmann die Reisen von Kreuzfahrtcrews, unter anderem von Hapag-Lloyd Cruises, der Hamburger TUI-Tochter, die führend bei Luxus- und Expeditionskreuzfahrten ist. Das FIRST Reisebüro gehört zum Vertrieb von TUI und Hapag-Lloyd Cruises. „Ohne uns wären die Gäste alleine auf dem Schiff“, schmunzelt die Reisekauffrau.

Das „Marine“-Team ist für die Reisen und Transfers hunderter Menschen aus der ganzen Welt zuständig, die auf Kreuzfahrtschiffen arbeiten. Von Kapitänen über Zimmermädchen bis zu den vielen Künstlern für das Unterhaltungsprogramm an Bord. Eine typische Reiseroute ist zum Beispiel von Hamburg nach Palma de Mallorca und wieder zurück nach Hamburg von Rio de Janeiro aus. Gerade atmet Laura Hartmann etwas durch. Die Rückreise eines Orchesters aus Österreich von Port Moresby auf Papua-Neuguinea mit einer dortigen Fluggesellschaft zum Zwischenstopp nach Singapur ist endlich bestätigt – samt vier Geigen und einem Cello, von denen sich die Musiker partout nicht trennen wollten. Für die Instrumente hat die Reiseorganisatorin daher ebenfalls Sitze in der Kabine gebucht. „Mehr als einen Monat hat das Prozedere beansprucht“, erklärt sie. Oft muss es aber auch viel schneller gehen – etwa wenn Flüge kurzfristig umzubuchen sind, da ein Schiff verspätet einen Hafen anläuft. „Jeder Tag ist anders“, sagt Hartmann, die seit eineinhalb Jahren für FIRST Business Travel arbeitet. „Und verloren gegangen ist auch noch niemand.“

Von den Agenturen, die die Crews auf den Schiffen stellen, erhält das „Marine“-Team Listen mit den Reiseinformationen. Auch Sonderwünsche gilt es zu erfüllen: „Vom Hula-Hoop-Reifen bis zum Akkordeon war schon fast alles dabei“, sagt Hartmann. Englisch sei überall die Geschäftssprache und daher das wesentlichste Hilfsmittel. Manchmal schaut sie im Internet, wo die Reiseziele überhaupt liegen. „So lerne ich fast die ganze Welt vom Schreibtisch aus kennen.“

Bild: © Hapag-Lloyd Cruises

Auch mal checken

ruf Sommerjobs für Küchenhelden und Deko-Queens
Bild: obs/ruf Jugendreisen GmbH & Co. KG/Christian Seeling

ruf Sommerjobs für Küchenhelden und Deko-Queens

ruf Sommerjobs für Küchenhelden und Deko-Queens Persönlich wachsen, Spaß haben und sich engagieren als Jugendreiseleiter*in …

Zur Werkzeugleiste springen